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| Solidaritätserklärung der USO mit den österreichischen Schülerinnen, Schülern und Studierenden |
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| Freitag, 6. November 2009 | |
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Die Union der Schülerorganisationen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein spricht den Schülerinnen, Schülern und Studierenden Österreichs ihre Solidarität aus. Sie fordert gleichen Zugang zu Bildung für alle Menschen und mehr Rechte für Lernende. Bildung ist ein öffentliches Gut und somit unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Seit Tagen werden die österreichischen Universitäten von den Studierenden besetzt. Sie wehren sich gegen den drohenden Numerus Clausus, gegen ein absurdes Studiengebührenmodell und den Ausverkauf der Bildung. Nun protestieren auch die Schülerinnen und Schüler, gehen auf die Strasse, fordern Partizipationsrechte und einen freien Zugang zur Universität: Das Ziel der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) ist es, aufzustehen und zusätzlich darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur die Universitäten zu wenig Geld haben, sondern auch die Schulen den Anforderungen einem Bildungssystem des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht werden. Das Recht auf Bildung ist im UNO-Pakt I über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verankert und darf nicht aus finanzpolitischem Spardrang bestritten werden. Die fortstreitenden Ökonomisierungstendenzen in der Bildung sind sozial nicht verträglich und fördern eine einseitige Elitenbildung. Durchgehende Zulassungsbeschränkungen, wie es zum Beispiel der Numerus Clausus ist, fördern eine Zweiklassenbildung. Es darf nicht sein, dass Bildung nur noch mit einem guten finanziellen Hintergrund möglich ist. Auch wenn es in der Krise einfach ist, auf dem Rücken der Schülerinnen und Schülern zu sparen, ist dies die wohl schlechteste Idee. Denn Bildung ist die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft. Gerade junge Leute darf man nicht hindern, sich zu bilden. Sie verdienen eine Ausbildung, welche ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Die Union der Schülerorganisationen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (USO) stärkt moralisch die Schülerinnen und Schüler Österreichs in ihrem Aufbäumen gegen die Ungerechtigkeit und für eine Bildung als öffentliches Gut! Die USO unterstützt alle friedlichen Demonstrationen in der Schweiz, welche keine Ökonomisierung in der Bildung, den freien Zugang zu Hochschulen und mehr Partizipationsrechte fordern. |